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Freitag, 20. Mai 2022

Noch 6 Bestrahlungen

 



..Diese schöne Karte mit dem Schutzengel bekam ich heute vom abacus Nachhilfeinstitut. vielen Dank, liebe Familie TH. Und gleichzeitig möchte ich mich bei allen bedanken, die hier bei mir lesen und mir Mut machen. 

Noch 6 Bestrahlungen, allerdings sind die letzten 5, wie ich las, noch einmal direkt auf die betroffen gewesene Stelle gerichtet. Am 31. Mai, also nach der letzten Bestrahlung, erfolgt dann das Abschlussgespräch.

Inzwischen ist die Brust doch recht geschwollen und gerötet. Nach der letzten Bestrahlung beginnt dann die Lymphdrainage. Seit gestern darf ich immerhin Babypuder verwenden, was ja vorher strikt verboten war.

Auch meine Finger sind etwas angeschwollen und heute Morgen hatte ich das Problem, dass ich den Ring am Mittelfinger nicht abnehmen konnte. Panik! Im Internet gab es die unterschiedlichsten Ratschläge. Kühlen und dann Seife half nichts. Die Faden- Technik verstand ich vor Aufregung nicht. Mein Mann meinte dan- Versuchs mit Fit. Und siehe da- nach dem Kühlen, als die Schwellung ein winziges Stück zurückging, der Finger aber noch knallrot war, konnte ich mit langsamen Drehungen und Beträufeln mit Fit den Ring abnehmen. Vorsichtshalber habe ich gleich alle meine anderen geliebten kleinen Silberringe abgenommen. Nächstens kaufe ich mir Ringe mit Öffnung.  

Nach dem Schreck in der Morgenstunde warte ich nun auf das Taxi, das immer pünktlich vor der Haustür steht. Taxi Perzel- mein absoluter Favorit! Die allesamt netten kompetenten Fahrer (die haben alle Ahnung, wie es uns Betroffenen so geht).

Im Nuklearzentrum gibt es auch nur nette Schwestern und Ärzte, zumindest habe ich persönlich diese Erfahrung gemacht. 

So neigt sich also der erste Teil dem Ende entgegen. Meinen Kurantrag habe ich ausgefüllt und ein Attest von meinem Hausarzt hinzugefügt. Wegen meiner permanenten Atemnot incl Herzinsuffizienz, Asthma und anderen Wehwehchen bat ich in meiner Rentenkasse (Knappschaft) um eine Klinik an der Ostsee bzw. Nordsee. 

Man sagte mir dort am Telefon- da kann ja jeder kommen. Nun bin ich gespannt, ob das Schreiben meines Hausarztes etwas nützt.  Also nun abwarten….



Samstag, 7. Mai 2022

Kinder-Gedichte-Welt: Meisenglück

Kinder-Gedichte-Welt: Meisenglück: . Meisenglück Aus dem gold'nen Morgen-Qualm Sich hernieder schwingend, Hüpft die Meise auf den Halm, Aber noch nicht singend. Doch der ...

Freitag, 6. Mai 2022

"Bergfest" mit einem Aber

 


Nun hatte ich mich die ganze Zeit darauf gefreut, wenn ich die Hälfte der Bestrahlungen hinter mir haben würde.  Heute ist nun Nummer 17, also liegen nur noch 16 vor mir.  Wir gehen abends zu unserem Griechen und ich habe auch für die Schwestern im Nuklearzentrum eine Schachtel Lindt-Pralinen als Dankeschön im Rucksack. 

Gestern bei Nummer 16 war Zwischenuntersuchung. Alles so weit im grünen Bereich, sagte die Oberärztin. Aber, meinte sie, nach der Bestrahlung wird gleich Lymphdrainage verordnet.

Nachdem ich mir gestern noch einmal alle Unterlagen von der OP und die Hinweise auf eventuelle Nebenwirkungen durchlas inclusive wie geht es dann weiter, hatte ich plötzlich ein Tief, und das hält heute noch an.

Und dann auf einmal wieder Gedanken wie diese: Warum hast du diesen Krebs bekommen? Erinnerungen an den Tod unserer kleinen Tochter- ich hatte nichts gehört und sie lag am Morgen tot im Bett.

Warum muss ich das alles erleben? Warum auch noch die Depressionen meines Mannes, die nur sehr langsam nachlassen. 

Ich habe gelernt, allen zu verzeihen, die mir bewusst oder unbewusst weh getan haben. Auch meiner Mutter. Aber kann ich mir selbst verzeihen?

Ich weiß, es ist nicht gut. Ich schrieb doch letztens etwas vom positiven Gegenschalten! Regina- vergessen? 

 


Samstag, 30. April 2022

Cogito ergo sum oder so ähnlich

 



“Cogito ergo sum”. Ich denke, also bin ich. Descartes musste es ja wissen, oder? ich füge noch ein Wort ein, extra oder vor allem für mich, und so sieht das Zitat jetzt aus: 

Ich denke positiv, also bin ich positiv eingestellt  😉

Okay. Regina, freu dich über die kleinen Dinge des Lebens, und die großen- die Träume- die erfüllen sich auch noch. Irgendwann. Irgendwann? Ich werde 77! 

Das positive Gegenschalten erlernte ich in meiner ersten Psychotherapie. Vor etwa 20 oder mehr Jahren. Und das hilft mir heute noch. 


Eigentlich könnte ich das jetzt mal auf dieses Ereignis übertragen. Weil da etwas passierte. Moment, gleichDas positive Gegenschalten funktioniert so: 

1. Ereignis                     2. meine Reaktion                   3. Positives Gegenschalten 

zu 1. Anfang des Jahres war ich mit dem Auto unterwegs zum Nachhilfeunterricht. Heimwärts herrschte viel Verkehr. In beiden Fahrtrichtungen. In einer Rechtskurve versuchte sich ein Motorradfahrer im Gegenverkehr in der Mitte durchzuschlängeln. Fast wäre er mit mir zusammengeprallt. Ich konnte/musste scharf rechts ausweichen und das Auto wurde leicht an die Bordsteinkante geschleudert. Anhalten ging nicht und der Motorradfahrer war längst über alle Berge. 

2. Meine Reaktion: Schreck, Wut, was tue ich? Weiterfahren! Denn anhalten geht nicht. Am nächsten Parkplatz hielt ich an und sah: Es war zum Glück nur die Radkappe! 

3. Positives Gegenschalten 

Ich fuhr sofort in die Autowerkstatt und man schaute sich alles an. Radkappe wurde ausgewechselt. Schaden behoben. Aufregung umsonst. 

Mein Psychologe von damals würde sich freuen, wenn er hier lesen würde. Es funktionierte. Früher, vor Jahren hätte ich bei 2. über reagiert, wäre vor Schreck nicht weitergefahren, Hätte den nachfolgenden Verkehr behindert, hätte geheult usw. 


Aber immerhin. Ich denke positiv. es hätte schlimm ausgehen können... damals.

Wie jetzt aktuell:

Es gibt jetzt viel Wichtigeres, bei dem ich diese Schritte einhalten sollte.  

1. Ich habe Krebs.

2. Riesenschreck, Angst. Warum gerade ich? Muss ich jetzt bald sterben?

3. Ich versuche realistisch zu denken. Die Erfolgschancen bei Brustkrebs sind nicht schlecht. Ich lenke mich ab mit angenehmen Dingen (Neue Website zum Beispiel). Ich denke positiv und werde "es" bewältigen. Meine erlernte Meditation wird mir dabei helfen.  Ich freue mich auf die Nachbehandlung, zu aller erst auf die Kur. Ich möchte unbedingt an die Ostsee!!

Und ich freue mich auf kleine Urlaube, auf Treffen mit meiner Familie und und....

Montag, 25. April 2022

Nummer 8 der Bestrahlung

 


Oh je, ich habe  mich rar gemacht.... keine Kommentare beantwortet und so weiter. Ich warte eben auf das Taxi, das mich  nach Gera zur Bestrahlung bringt und  habe meinen Rucksack schon gepackt. Handtuch nicht vergessen, Hörgeräte nicht vergessen, Geldbörse wegen der Zuzahlung, mein Buch , wenn ich warten muss.

Obwohl es eigentlich immer sehr  schnell geht. Während ich in diesem Bestrahlungsgerät liege, meditiere ich immer ein wenig oder ich bin in Gedanken an der Ostsee, liege im Strandkorb, höre die Wellen rauschen, über mir kreisen Möwen, es riecht nach Ostsee. Und da sagt die Schwester auch schon: Fertig, Sie können die Arme runternehmen und langsam aufstehen...

Der Taxifahrer warten draußen und dann bin ich bald wieder zuhause. Ich bin wenig müde und  übergeben musste ich mich auch noch nie und naja, manchmal spüre ich leichte Schmerzen, erträgliche, und die bestrahlte Stelle ist halt  etwas geschwollen.

Wenn es so bleibt, kann ich zufrieden sein.

Ich habe mich die ganze Zeit mit etwas  anderem beschäftigt. Eine neue Website erstellt, das war Ablenkung pur von dummen Gedanken. 

Schaut doch mal rein, allerdings ist der Blog noch nicht fertig, aber den benötige ich eigentlich auch nicht wirklich.

Liebe Grüße an euch alle, passt auf euch auf und bleibt gesund! Ich umarme euch alle herzlich!!

Herbstfrau | Herbst Des Lebens | Vogtländisches Oberland (herbstlaub.net)

Samstag, 9. April 2022

Grün ist die Farbe der Hoffnung





 Grün, ja grün sind alle meine Kleider... dieses Lied liebten  meine Schulkinder besonders. Und  sie wünschten es sich oft als Geburtstagslied. Jetzt singe ich nicht unbedingt, aber die grünen Zeichen auf meiner Brust und den Armen bedeuten für mich erstens- die Bestrahlung beginnt und zweitens- es kann alles noch gut werden.

Ich bin nun ab dem 12. April  5 mal die Woche um 14.45 in der Strahlenklinik in Gera und das  bis zum 3. Juni.

Im  April geschahen  für mich als Mutter schlimme, aber auch schöne Dinge. Mir geht so viel durch den Kopf. Am 11 April 1966 starb unsere Tochter Sabine. Sie wurde nur 11 Monate alt. Aber am 10 April 1968 wurde unser Sohn Thomas geboren. Und- welch Freude- ich habe  ja noch  zwei Kinder, die mir echt zur Seite stehen! Petra, jetzt 56 und Karin, jetzt 48! Welch ein Glück!

Sabine wäre jetzt 56 Jahre alt. Unser Sohn wird morgen 54 Jahre alt. Ich lebe. Und ich hoffe, dass ich ab dem 12. April mit jeder Bestrahlung einem Stück Leben ohne Krebs näher komme.

Aber ich habe auch Angst. Was geschieht mit meinem Körper. Die vielen Nebenwirkungen, die mir die Ärztin mitgeteilt hat, die machen mir schon Angst. Doch ich muss da durch und versuche wirklich nur positiv zu denken.

Wir werden Ostern allein verbringen, weil ich als Krebspatient doppelt gefährdet bin. Unsere Familie versteht das vollkommen und  unsere Jüngste sagte: "Das holen wir alles nach..."

Ich bin geboostert und trage immer Maske, und unsere Familie auch, aber wir sind  ja nicht allein auf der Welt und die Impfpflicht wurde nun abgelehnt. Risiko vor allem für Kranke , Ältere...

Ich werde  heute am Nachmittag wieder einmal mit Farben spielen. "Pouring"  nur mit grünen Tönen...

Ich bin gespannt, ob ich es schaffe, denn ich habe seit Monaten eine Malblockade.

17 Uhr- Siehe ganz oben- für den Anfang bin ich damit zufrieden, aber so richtig doch nicht😀😏.

Mittwoch, 30. März 2022

Warteschleife hält an

 Ich muss erst mal zu mir kommen. zwar war am 25.03. die Befundbesprechung, aber was ist eine Befundbesprechung, wenn noch weitere Untersuchungen ausstehen? 

Morgen erst Skelett-CT und die Woche darauf erst die endgültigen Ergebnisse. 

Wahrscheinlich  "nur" Bestrahlung,  und Hormontherapie, 8-10 Jahre lang :( Nebenwirkungen der Tabletten hätte ich mal lieber nicht lesen sollen. .

Doch es ist Frühling und der Garten erwacht, wenn auch zögerlich. Das lenkt ab und macht Freude. Und mein Mann wird Hilfe bekommen. Eine Sozialarbeiterin vom psychologischen Dienst war da.

Ich wusste nicht, dass es in unserem Ort eine  Selbshilfegruppe für psychisch Kranke gibt. Da geht er heute erst mal hin- wenn auch sehr zögerlich.. Mehr könnte folgen.

Ich habe  meine Tasche  gepackt für morgen und nehme für die Wartezeit natürlich ein Buch mit. Von Karin, unserer Jüngsten empfohlen: "Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig. Sehr zu empfehlen. Ich  musste mich gestern nachts  hätte am Liebsten zu Ende gelesen. Docjh das hebe ich mir für morgen in Gera auf.