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Sonntag, 7. August 2022

wieder zuhause.............

 Ihr Lieben, bitte seid nicht böse, dass ich so wenig schriebe und bei euch nicht blogge, um mich auch zu bedanken für eure Postings. 

Ich fand meinen Mann kränker vor als er vorher war.  Mein Schuldgefühl meldete sich sofort. Ich hätte nicht fahren sollen. Aber auch, als ich schon über eine Woche wieder zuhause war, wunderte ich mich, dass es meinem Mann nicht besser geht. Er hat weiter abgenommen.

In meiner Abwesenheit war unser Sohn für ihn da. Auch unsere Töchter kümmerten sich um ihn und wir waren täglich mehrmals telefonisch miteinander in Kontakt. Also warum?

 

Die Lösung fand ich bald. Er hatte seine so wichtigen Tabletten wegen der Depressionen nur sporadisch eingenommen und ein Rezept nicht eingelöst.

Nun ordnete die Nervenärztin an, mit kleinen Dosen neu anzufangen. Die Wirkung tritt, wenn überhaupt, erst etwa in 3,4 Wochen ein.

Ich muss, und das finde ich schlimm, seine Tabletteneinnahme überwachen!!!!

 

Wo ist die Kraft hin, die ich getankt hatte in den 3 Wochen?? . Die Reha -Erfolge sind perdu. Meine Kraft nimmt immer mehr ab und ich kann einfach nicht mehr positiv denken. 


Die Psychologin dort in der Reha meinte, ich müsste etwas für mich tun, also allein etwas unternehmen. Nur- ich bin keine Minute allein und habe Angst. .


Ich glaube, ihr versteht mich und nehmt es mir nicht übel. 


Ganz liebe Grüße an euch!! Von Regina

Donnerstag, 21. Juli 2022

Noch eine Woche

 


Gestern hatte ich  wieder Zwischenvisite . Das Angebot einer Verlängerung habe ich jedoch abgelehnt.

Nicht dass es mir hier nicht gefallen würde-oh nein. Im Gegenteil. Aber ich denke, ich habe mich genug erholt, habe genug Zeit zum Relaxen und Nachdenken gehabt. 

Jetzt muss ich das Beste aus der ganzen Sache machen. Mein Mann wird wohl nie mehr der Alte sein. Er wird nie mehr ganz aus diesem Depressionsloch herauskommen. Das  hat er vor vielen Jahren geschafft, da war er noch etwa 15 Jahre jünger.

Ich muss mich damit abfinden und hoffe, dass der jetzige Stand noch eine Weile so bleibt. Unsere Kinder haben sich rührend um ihren Papa gekümmert, vor allem unsere Sohn Thomas. Er wohnt am Nächsten und  konnte es oft einrichten, dass er  über Nacht blieb. Petra wohnt in Berlin und hat sich die letzte Zeit wieder sehr um ihren Enkel gekümmert- vor allem in der Zeit, als unsere Enkelin heiratete. Und Karin, unsere Jüngste, hat im Moment kein Auto zur Verfügung, das benötigt ihr Mann, der muss laufend zum Vater fahren, der ein Pflegefall geworden ist. 

Alles auf einmal....... 

Also- heißt das für mich- ab nach hause . Die Fahrkarte ist schon gebucht und ich werde langsam die Koffer packen für den Hermes. Transportdienst. Ich denk mal, sie werden am Montag abgeholt.

Machts gut- zuhause werde ich wieder bei euch bloggen, irgendwie ist das Internet hier schwach und ich finde einfach eure Blogs nicht :(((


Mittwoch, 13. Juli 2022

Der 5.Tag

Bitte nicht wundern, ich habe die letzten Antworten auf eure Postings versehentlich mit "Anonym" geschrieben. Ich war nicht angemeldet. 💓

Der Kontakt nach Hause zur Familie klappt sehr gut. Ich telefoniere jeden Abend mit meinem Mann. Zwischendurch schicke ich immer mal eine Nachricht oder ein Foto über WhatsApp.

Unsere Enkelin Lisa hat  am Montag geheiratet. Schade, dass ich nicht dabei sein konnte. Unser Sohn mit seinem Sohn Konrad waren dafür anwesend. Und natürlich die "Brautmutter", unsere Tochter Petra. Die wunderschönen Fotos  haben mich echt zu Tränen gerührt. 

Inzwischen läuft mein Tag nach Therapieplan ab. 6.50 Blutentnahme und mehr. Danach Frühstück. Es ging dann aber erst 11.45 mit dem Mittagessen weiter, sodass ich die Zeitnutzte, mal an den Strand zu laufen , um ein Paar  Fotos zu schießen und etwas im Strandshop  zu kaufen. Der Nachmittag ist voll mit Atemtherapie,, Ergometer und Muskelaufbautraining. Da muss ich auch gleich los. Doch danach lege ich mich ein bisschen in  einen Strandkorb auf der grünen Wiese. Ja hier ist alles grün. Nichts verdorrt wie bei uns zuhause. Das tut den Augen gut. 





So, nun aber los!!! Ich winke euch zu!!

Sonntag, 10. Juli 2022

Ich bin an der Ostsee

 .. und komme nun auch endlich dazu, wieder zu bloggen. Nach der letzten Abschlussuntersuchung ging es ganz schnell. Nachdem eine Angestellte der  Knappschaft mir auf meinen Ostsee- Wunsch sagte- dass da jeder kommen könnte- reichte ich von meinem Hausarzt noch eine entsprechende Empfehlung ein. Und siehe da- ich war "jeder" :) und bekam den Bescheid, dass ich am 7.Juli eine Reha  in der onkologischen VAMED-Klinik Schönhagen (Schleswig-Holstein)  antreten darf!


Doch ich rief erst mal nicht Hurra. Weil ich ja einen kranken Mann  habe, der immer noch depressiv ist und ängstlich und mehr. Mhm- die Frage stand- ob er nicht mitkommen kann. Der Familienrat -also unsere drei Kinder, Hans und ich-überlegten hin und her. . Das Für und Wider wurde abgewogen. Dort hätte er keinerlei Anwendungen. Nur eben ein Klappbett in meinem Zimmer und das Essen. Vom Preis reden wie lieber nicht. Was würde er den ganzen Tag anfangen? Was würde ich tun, wenn er mich laufend fragt, was er den ganzen Tag anstellen soll. Meinen Therapieplan könnte ich vergessen. Das einzige wäre- ich hätte kein schlechtes Gewissen.

Zuhause  hat er den Garten  als Rückzugsort, die Wohnung, eine vertraute Umgebung, einige Freunde, die Selbsthilfegruppe und aller 2 Wochen seinen Psychologen..

So machten unsere Kinder einen Plan. Unser Sohn wohnt am Nächsten, er ist im Moment am Verfügbarsten. Er kommt also immer einmal 1 bis 2 Tage über Nacht. Unsere große Tochter  ist gerade mit Leon, einem Enkel unterwegs an der Ostsee, weil die Mama eben geheiratet hat. Und unser Jüngste  in Leipzig verfügt im Moment über  kein Auto, weil ihr Mann fast täglich nach Eisenach zum kranken Vater fahren muss- Pflegebett aufbauen, Wohnung umräumen usw. Alles auf einmal!!

So gibt es also einen durchgängigen Telefondienst und unser Sohn ist der Organisator. Er geht mit Hans einkaufen, kocht auch mal  mit ihm zusammen und hält die Fäden in der Hand.

Ich selbst habe einen straffen Therapieplan und muss erst einmal wieder zu mir kommen. Die schöne Umgebung hilft dabei ungemein.

Ein wunderschöner Park, eine herrliche Umgebung, nur 1o Minuten bis zum Strand, nette Menschen und die Tatsache, dass sich um meinen Mann gekümmert wird. 

 





Es geht mir also langsam wieder besser und ich habe Zeit für mich allein. Abends telefoniere ich mit meinem Mann und oft mit unseren Kindern. Ich wünsche euch, die ihr  bei mir lest, eine schöne Sommerzeit! Bis bald!

Mittwoch, 1. Juni 2022

Nummer 33 und mehr

 Auf den31. Mai (gestern) hatte ich mich gefreut, es sollte ja das Abschlussgespräch erfolgen und anschließend noch die letzte Bestrahlung. Endlich ein Schritt weiter, und wir beide, mein Mann und ich, freuten uns auf das gemeinsame Kaffeetrinken, wenn ich wieder zuhause sein würde. 

Doch im Nuklearzentrum angekommen, hieß es erst einmal- Warten. Nach einer halben Stunde Warten auf meine Ärztin erfuhr ich, dass es wegen einer Besprechung noch dauern würde. Zum Glück wurde dann zumindest die Bestrahlung vorgezogen. 

Endlich war es dann so weit. Ich wurde aufgerufen. Doch alles verlief etwas anders als ich es mir vorgestellt hatte. Da sich meine Atembeschwerden meiner Meinung nach während der letzten Bestrahlungen verstärkt hatten, meinte die Ärztin- das muss gleich in der Klinik stationär abgeklärt werden. Hilfe! Jetzt sofort in die Klinik, ohne irgendeine Vorbereitung- mein Mann allein zuhause- ich bekam Panik und weigerte mich und ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Ich dachte, eine Welt bricht zusammen! Wir einigten uns auf einen anderen Weg. Es wurde mir erst einmal Blut abgenommen. Dann sicherheitshalber Coronatest, der war natürlich negativ. 

Dann bekam ich eine Überweisung zum Lungenröntgen und einen neuen Termin, der war heute 11.45. Bis dahin mussten wir am Morgen zum Lungenröntgen nach Greiz und danach sofort mit der CT wieder ins Nuklearzentrum. 

In der Nacht war an Schlaf nicht zu denken und ich hatte sicherheitshalber meine Tasche für einen eventuellen Krankenhausaufenthalt gepackt.  

Wir fuhren gleich 9 Uhr zum Röntgen und danach mit der CT (und der gepackten Tasche)  durch nach Gera ins Nuklearzentrum. Und wieder warten, warten...  für meinen Mann eine absolute Herausforderung. Seit er in der Psychiatrie war, kann er das Ganze noch schlechter als vorher.

Dann wurde ich endlich aufgerufen. Es gab zum Glück Entwarnung, denn die CT ergab wohl, dass nur ein winziges Areal, kaum zu erkennen, etwas entzündet war. Ansonsten lag es wohl doch an meinen Vorerkrankungen- Herzinsuffizienz und Asthma Bronchiale und Allergie usw.

Ende des Monats muss ich nun noch einmal zur Kontrolle dorthin und dann soll es nicht mehr lange dauern, bis ich die Nachricht wegen meiner Reha bekomme. Ich hoffe sehr, dass es meinem Mann bis dahin weiter besser geht. 

Mein Geburtstag am Samstag war sehr schön, wir hatten viel Spaß  und unsere Kinder meinten- es geht aufwärts mit ihm. Ich hoffe es sehr. Aber selbst eine Kur annehmen will er nicht.


Freitag, 20. Mai 2022

Noch 6 Bestrahlungen

 



..Diese schöne Karte mit dem Schutzengel bekam ich heute vom abacus Nachhilfeinstitut. vielen Dank, liebe Familie TH. Und gleichzeitig möchte ich mich bei allen bedanken, die hier bei mir lesen und mir Mut machen. 

Noch 6 Bestrahlungen, allerdings sind die letzten 5, wie ich las, noch einmal direkt auf die betroffen gewesene Stelle gerichtet. Am 31. Mai, also nach der letzten Bestrahlung, erfolgt dann das Abschlussgespräch.

Inzwischen ist die Brust doch recht geschwollen und gerötet. Nach der letzten Bestrahlung beginnt dann die Lymphdrainage. Seit gestern darf ich immerhin Babypuder verwenden, was ja vorher strikt verboten war.

Auch meine Finger sind etwas angeschwollen und heute Morgen hatte ich das Problem, dass ich den Ring am Mittelfinger nicht abnehmen konnte. Panik! Im Internet gab es die unterschiedlichsten Ratschläge. Kühlen und dann Seife half nichts. Die Faden- Technik verstand ich vor Aufregung nicht. Mein Mann meinte dan- Versuchs mit Fit. Und siehe da- nach dem Kühlen, als die Schwellung ein winziges Stück zurückging, der Finger aber noch knallrot war, konnte ich mit langsamen Drehungen und Beträufeln mit Fit den Ring abnehmen. Vorsichtshalber habe ich gleich alle meine anderen geliebten kleinen Silberringe abgenommen. Nächstens kaufe ich mir Ringe mit Öffnung.  

Nach dem Schreck in der Morgenstunde warte ich nun auf das Taxi, das immer pünktlich vor der Haustür steht. Taxi Perzel- mein absoluter Favorit! Die allesamt netten kompetenten Fahrer (die haben alle Ahnung, wie es uns Betroffenen so geht).

Im Nuklearzentrum gibt es auch nur nette Schwestern und Ärzte, zumindest habe ich persönlich diese Erfahrung gemacht. 

So neigt sich also der erste Teil dem Ende entgegen. Meinen Kurantrag habe ich ausgefüllt und ein Attest von meinem Hausarzt hinzugefügt. Wegen meiner permanenten Atemnot incl Herzinsuffizienz, Asthma und anderen Wehwehchen bat ich in meiner Rentenkasse (Knappschaft) um eine Klinik an der Ostsee bzw. Nordsee. 

Man sagte mir dort am Telefon- da kann ja jeder kommen. Nun bin ich gespannt, ob das Schreiben meines Hausarztes etwas nützt.  Also nun abwarten….



Samstag, 7. Mai 2022

Kinder-Gedichte-Welt: Meisenglück

Kinder-Gedichte-Welt: Meisenglück: . Meisenglück Aus dem gold'nen Morgen-Qualm Sich hernieder schwingend, Hüpft die Meise auf den Halm, Aber noch nicht singend. Doch der ...