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Samstag, 30. April 2022

Cogito ergo sum oder so ähnlich

 



“Cogito ergo sum”. Ich denke, also bin ich. Descartes musste es ja wissen, oder? ich füge noch ein Wort ein, extra oder vor allem für mich, und so sieht das Zitat jetzt aus: 

Ich denke positiv, also bin ich positiv eingestellt  😉

Okay. Regina, freu dich über die kleinen Dinge des Lebens, und die großen- die Träume- die erfüllen sich auch noch. Irgendwann. Irgendwann? Ich werde 77! 

Das positive Gegenschalten erlernte ich in meiner ersten Psychotherapie. Vor etwa 20 oder mehr Jahren. Und das hilft mir heute noch. 


Eigentlich könnte ich das jetzt mal auf dieses Ereignis übertragen. Weil da etwas passierte. Moment, gleichDas positive Gegenschalten funktioniert so: 

1. Ereignis                     2. meine Reaktion                   3. Positives Gegenschalten 

zu 1. Anfang des Jahres war ich mit dem Auto unterwegs zum Nachhilfeunterricht. Heimwärts herrschte viel Verkehr. In beiden Fahrtrichtungen. In einer Rechtskurve versuchte sich ein Motorradfahrer im Gegenverkehr in der Mitte durchzuschlängeln. Fast wäre er mit mir zusammengeprallt. Ich konnte/musste scharf rechts ausweichen und das Auto wurde leicht an die Bordsteinkante geschleudert. Anhalten ging nicht und der Motorradfahrer war längst über alle Berge. 

2. Meine Reaktion: Schreck, Wut, was tue ich? Weiterfahren! Denn anhalten geht nicht. Am nächsten Parkplatz hielt ich an und sah: Es war zum Glück nur die Radkappe! 

3. Positives Gegenschalten 

Ich fuhr sofort in die Autowerkstatt und man schaute sich alles an. Radkappe wurde ausgewechselt. Schaden behoben. Aufregung umsonst. 

Mein Psychologe von damals würde sich freuen, wenn er hier lesen würde. Es funktionierte. Früher, vor Jahren hätte ich bei 2. über reagiert, wäre vor Schreck nicht weitergefahren, Hätte den nachfolgenden Verkehr behindert, hätte geheult usw. 


Aber immerhin. Ich denke positiv. es hätte schlimm ausgehen können... damals.

Wie jetzt aktuell:

Es gibt jetzt viel Wichtigeres, bei dem ich diese Schritte einhalten sollte.  

1. Ich habe Krebs.

2. Riesenschreck, Angst. Warum gerade ich? Muss ich jetzt bald sterben?

3. Ich versuche realistisch zu denken. Die Erfolgschancen bei Brustkrebs sind nicht schlecht. Ich lenke mich ab mit angenehmen Dingen (Neue Website zum Beispiel). Ich denke positiv und werde "es" bewältigen. Meine erlernte Meditation wird mir dabei helfen.  Ich freue mich auf die Nachbehandlung, zu aller erst auf die Kur. Ich möchte unbedingt an die Ostsee!!

Und ich freue mich auf kleine Urlaube, auf Treffen mit meiner Familie und und....

2 Kommentare:

  1. Großartig, du machst es genau richtig !
    Deine Reaktion ist vorbildlich und das positive Denken hilft mit Sicherheit deinem Körper bei der Heilung !
    Und da merkt man auch, wie viele Freuden es gibt, gell ?!
    Ich muss mir das auch immer wieder vorsagen und mich daran erinnern ;-)
    Weiter so, du bist auf einem guten Weg.
    Und ich hoffe, dass es deinem lieben Mann auch mittlerweile wieder gut geht.
    ♥lichst Jutta

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    1. Liebe Jutta, oh vielen Dank für die aufbauenden, verstehenden und lobenden Worte. Ja, ich kann irgendwie nicht anders und oft vergesse ich sogar, was da in meinem Körper gerade vor sich geht oder was da vor sich ging!
      Meinem Mann geht es schrittweise besser. Wir waren heute sogar einmal in unserer Schule, da, wo er bis Oktober seine Werken-Arbeitsgemeinschaft mit Kindern der 3.Klasse durchgeführt hat. Nun, er hatte Angst, aber dann war er froh, dass er zumindest wieder einmal die Schule von innen gesehen hat. Vielleicht im September wieder- las ich in seinen Augen...
      Ganz viele liebe Grüße an dich! ♥♥ von Regina

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